Ausgebrannt oder bereits in der Depression?

Ausgebrannt-Sein ist salonfähig geworden

Ob Burnout eine neue Krankheit oder eine versteckte Depression ist, darüber streiten sich die Experten. Eines ist jedoch klar: Auch der ein Burnout muss rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Das googeln des Begriffes Burnout erzeugt in den Suchmaschinen die Auswahl unter über 60 400 000 Ergebnissen. Burnout-Ratgeber gibt es  inzwischen zu tausenden zu kaufen. Privatkliniken spezialisierten sich zunehmends auf erschöpfte Menschen.

Umso überraschender ist es, dass es keine allgemeingültigen Kriterien für diese Diagnose gibt. Niemand weiß so recht mit dem Begriff Burnout umzugehen, geschweige denn, ob er auf einen selbst zutrifft. Die ist auch der Grund für das oft allzu lange Abwarten der betroffenen Menschen, bis sie Reaktion zeigen und erkennen, dass sie handeln müssen. Im Ernstfall, sich professionelle Hilfe holen müssen.

 

Burnout wird fast zur Normalität im Berufsalltag

Der Begriff Burnout wird unscharf sowohl für lebensbedrohliche Depressionen als auch für einfache Erschöpfungszustände nach anstrengenden Arbeitsphasen benutzt, kritisiert Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig. Erschöpfung und Überlastung und seien Symptome, die immer auch im Zuge einer depressiven Erkrankung auftreten. Doch wenn diese Krankheitszeichen einer Depression vorliegen, ist es falsch, den schwammigen Begriff Burnout zu verwenden.

Fatale Folgen bei unklarer Diagnose

Wenn eine als Burnout deklarierte Depression nicht adäquat behandelt wird, wird es kritisch. Wenn jemand glaubt, seine Beschwerden seien die Konsequenz von Überstunden und Stress, versucht er sich durch eine Auszeit zu erholen, nimmt Urlaub, schläft viel.

„Doch Ferien in einer fremden Umgebung und längerer Schlaf sind bei Depressionen völlig falsch“, warnt Hegerl. Diese Maßnahmen verschlimmerten sogar oft die Depression.

 

Der Unterschied zur  Depression

Depressionen als Folge harter Arbeitsbedingungen sind weniger häufig als angenommen. „Arbeit schützt sogar vor psychischen Leiden. Arbeitslose sind drei- bis viermal so häufig psychisch krank wie Erwerbstätige“, gibt Hegerl zu Bedenken. Es ist ein grundlegendes Missverständnis zu glauben, dass Überstunden automatisch depressiv machen.

„Wäre Depression in erster Linie die Folge einer beruflichen Überforderung, dann würden sie häufiger in Hochleistungsbereichen in der Wirtschaft oder im Sport auftreten, was aber nicht der Fall ist.“ Stress und gelegentliche Überforderung seien Teil des Lebens und müssten nicht medizinisch behandelt werden, findet Hegerl.

Eine Vermischung von Burnout und Depression könne dazu führen, dass eigentlich Gesunde Medikamente schlucken.

Quelle: Focus Magazin – 10.07.2012

 

Die Ursachen der Erschöpfung aufdecken

Es ist also essentiell wichtig, die Ursachen der Erschöpfung aufzudecken um dementsprechend die richtige Diagnose und daraufhin angemessene Behandlung verordnen zu können. Dazu sollte der Betroffenen selbst mitwirken. Handelt es sich um ein Burnoutsyndrom, ist die integere Selbstanalyse des Betroffenen gefragt.

Gegen eine Burnout-Erkrankung helfen nur  gezielte Therapien, so der Gründer und Leiter der privaten Gesundheitsakademie Schmidbauer, Dr. Helmut Schmidbauer, der mit seinem Drei-Wochen-Komplettprogramm im Rahmen von unterschiedlichen, speziell auf Patienten mit Erschöpfungszuständen zugeschnittenen Therapien und Behandlungen bereits seit Jahren gute Erfolge erzielt hat.

 

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Datum: Donnerstag, 12. September 2013 8:30
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