Was bedeutet das Burnout-Syndrom für Angehörige

Ihr Partner, ein naher Verwandter oder Angehöriger leidet am Burnout-Syndrom? Sie möchten gerne helfen, wissen aber nicht, wie Sie sich verhalten sollen?

Damit stehen Sie nicht allein da. Das Burnout-Syndrom betrifft immer auch das familiäre und soziale Umfeld. Ein Mensch der am Burnout-Syndrom leidet, fühlt sich lustlos und überfordert. Sein Selbstwertgefühl ist auf dem Nullpunkt, er fühlt sich minderwertig und zu nichts nutze.

Obwohl objektiv betrachtet klar ist, dass ein Mensch in dieser Lage Hilfe braucht, fällt es den meisten Burnout-Patienten schwer, sich Angehörigen und Freunden anzuvertrauen und Unterstützung anzunehmen. Sie wehren sich vehement, möchten niemanden an sich heranlassen und kapseln sich immer mehr ab.

Den Partner, die nahen Verwandten und Freunde stellt dieses Verhalten vor eine schwierige Situation: Sie sehen, dass es einem geliebten Menschen schlecht und schlechter geht, möchten gerne helfen und wissen doch nicht wie. Die unten genannten Tipps sind keine Patentlösungen. Aber sie können erste Schritte sein, auf einen Menschen zuzugehen, der dabei, ist in ein Burnout hinein zu rutschen. Das erkennt man zum Beispiel daran, dass jemand sich total mit Arbeit zudeckt, fast gar keine Freizeit mehr hat, sich überall unentbehrlich fühlt und sich aus sozialen Kontakten immer mehr zurückzieht.

Der Umgang mit Burnout-Patienten ist oft schwierig. Manche reagieren auf Hilfe und Unterstützung aus dem Umfeld sehr abweisend und fühlen sich dadurch nur noch stärker unter Druck gesetzt. Andere wünschen sich insgeheim Hilfe, können das aber nicht deutlich machen. In jedem Fall sollte ein Burnout-Syndrom von einem Spezialisten behandelt werden. Seien Sie sich darüber im Klaren, wenn Sie einem Betroffenen in Ihrem Umfeld helfen möchten. Sie können diese Person nur unterstützen, aber keinesfalls einen Therapeuten ersetzen. Niemandem ist geholfen, wenn Sie sich selbst bis an die Grenzen der Belastbarkeit aufopfern.

Die Angehörigen Burnout-Betroffener, sind in der Regel mit dem veränderten und häufig auch irrationalen oder aggressiven Verhalten ihres Partners völlig überfordert, während der Betroffene sich selbst unverstanden fühlt. Es entsteht eine distanzierte Atmosphäre, durch die unangebrachten oder übertriebenen Vorwürfe an den Partner – an diesem Punkt zerbrechen über einen längeren Zeitraum viele Beziehungen.

Nehmen Sie Klagen Ihres Partners, Familienangehörigen, Freundes oder Kollegen über ständige Erschöpfung, abnehmende Leistungsfähigkeit und permanente Unzufriedenheit ernst. Versuchen Sie, ihn z.B. zu gemeinsamen freizeitlichen Aktivitäten zu motivieren.
Hält der Zustand an, sollten Sie den Betreffenden darin unterstützen, Hilfe in Anspruch nehmen.

Auch für Angehörige von Burn Out Syndrom Patienten gibt es Hilfen, die den richtigen Umgang mit kranken Angehörigen lehren – wenden Sie sich an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

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Datum: Dienstag, 21. Januar 2014 12:27
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