Burnout-Prävention: Tipps für Arbeitnehmer

Vom Burn-Out ist derzeit viel die Rede. Psychologen attestieren immer mehr Arbeitnehmern, vollkommen ausgebrannt zu sein. Ein voller Terminkalender, mittags keine Pause, zwischendurch noch E-Mails beantworten und immer Höchstleistung bringen: Wem der Stress in der Arbeit zu viel wird, der riskiert ein Burn-out-Syndrom. Wenn man weiß, wie es dazu kommt, kann man das als Arbeitnehmer vielleicht verhindern.

Das Helfersyndrom

Sie sind immer für andere da und vergessen dabei sich selbst und muten sich mehr zu als ihre Kräfte erlauben. Das trifft vor allem auf Menschen zu, die im sozialen Bereich oder im Gesundheitswesen arbeiten. Der Grund: Sie fühlen sich wichtig und gebraucht, wenn sie sich für andere aufopfern. Sie merken dabei aber nicht, dass sie dadurch kaputt gehen.

Ausbeuterischer Arbeitgeber

Es gibt Firmen, in denen jede Krankheit außer einem gebrochenen Bein als eine inakzeptable Schwäche gewertet wird. Wer zum Mittagessen den Schreibtisch verlässt, wird schon scheel angesehen. In einem solchen Umfeld ist es besonders schwer, sich gegen Überforderung abzugrenzen. Wer sich einem solchen System unterwirft, kommt dem Burn-Out mit großen Schritten näher.

Konkurrenzkultur

Konkurrenz kann krank machen. Wenn keiner als Erster gehen zu dürfen glaubt, wenn keiner sich traut, zusätzliche Arbeit abzulehnen, um den anderen zu übertrumpfen. Als Sieger fühlen sich diejenigen, die den Stress am längsten aushalten und sehen, wie ihre “schwächeren” Kollegen zusammenbrechen. Dabei übersehen sie, dass sie die Nächsten sind. Solche Konkurrenzexzesse sollten Sie nicht zulassen. Sprechen Sie mit den Kollegen. Solidarisieren Sie sich.

Zu wenig Freizeitaktivität

Wer für einen Marathon trainiert, Romane liest oder angelt, wird nicht so schnell ausbrennen. Hobbies und persönliche Interessen sind ein Schutz vor Stress. Wer dagegen seine langjährigen Hobbys immer mehr verkümmern lässt, wer auch in seiner Freizeit mit Arbeit befasst ist, der öffnet dem Burn-out die Tür.

Grenzenlose Arbeit

Gerade weil die Neuen Medien eine Allgegenwärtigkeit der Arbeit zulassen, ist es wichtig, sie nur dosiert zu nutzen – und sich arbeitsfreie Räume zu schaffen. Wer immer und überall erreichbar und arbeitsbereit ist, kann auch außerhalb des Büros nie richtig entspannen. Ziehen Sie eindeutige Grenzen, der Gesundheit zuliebe.

Antreibender Chef

Ein übler Chef erhöht das Burn-out-Risiko. Wer seine Mitarbeiter immer antreiben und unter Druck setzen zu müssen glaubt, macht seine Mitarbeiter auf Dauer krank. Machen Sie Ihrem Chef klar, was zu leisten Sie in der Lage sind. Und sagen Sie ihm, wenn Sie Unterstützung oder mehr Zeit brauchen.

Zu voller Kalender

Wenn jeder Arbeitstag nur noch aus Terminen besteht, läuft was falsch. Denn Termindruck belastet uns. Spätestens wenn Sie von versäumten Terminen träumen, sollten Sie handeln: Weisen Sie Termine zurück, die überhaupt nicht oder nur unter unzumutbarem Einsatz zu halten sind.

Haben Sie weitere Fragen zu diesem Thema? Wenden Sie sich an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

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Datum: Dienstag, 18. Februar 2014 13:18
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