Burnout-Prävention im Unternehmen – Investition in Zukunftsfähigkeit

Aktive Burnout-Prävention spielt in modernen Unternehmen heute eine wichtige Rolle und kann sich durchaus als ein Wettbewerbsfaktor erweisen, der langfristig über den Geschäftserfolg entscheidet. Die Arbeitsbedingungen und -Anforderungen in den meisten Firmen haben sich im Lauf der letzten zehn bis fünfzehn Jahre nachhaltig und unumkehrbar verändert. Im “großen Maßstab” kommen hier Faktoren wie der globale Wettbewerb sowie die “digitale Revolution” zum Tragen. Für den Einzelnen resultieren daraus erhöhter Leistungsdruck, die Integration in teils stark fragmentierte Arbeits- und Kommunikationsprozesse sowie die “Entgrenzung” von Arbeit und Privatem.

Arbeitnehmer, die sich gegen diese Konditionen nur eingeschränkt behaupten, laufen Gefahr, ihre Gesundheit und auf lange Sicht auch ihre Marktfähigkeit in der modernen Arbeitswelt einzubüßen – das Problem dabei: Auf die Arbeitsbedingungen in “ihrem” Unternehmen und die Führungsstile ihrer Vorgesetzten haben sie in aller Regel keinen Einfluss.

Allerdings wird eine verfehlte Anti-Burnout-Strategie inzwischen auch für die Firmen teuer – die Kosten für einen einzigen Burnout-Fall können sich durch den Verlust an Arbeitszeit und Wissen schnell auf Beträge zwischen 50.000 und 100.000 Euro summieren. Erfolgreiche Burnout-Prävention und die wirtschaftliche Effizienz von Unternehmen greifen daher direkt ineinander. Im Gegenzug begünstigen Probleme in Struktur, Führung und Organisation der Firma das gehäufte Auftreten von Burnout-Fällen.

Verhinderung von Burnout – Ausgangspunkt in der “Struktur”

Die meisten unabhängigen Management-Experten stellen in diesem Kontext inzwischen recht eindeutig die These auf, dass die Verhinderung von Burnout nicht beim einzelnen Mitarbeiter, sondern bei der entsprechenden Gestaltung der gesamten Organisation anzusetzen hat. Ein hohes Burnout-Risiko ergibt sich immer dann, wenn langandauernde Arbeitsbelastungen und Zeitdruck, Rollenkonflikte oder nicht kompatible Anforderungen aufeinandertreffen. Eine komplementäre Rolle bei der Bewältigung der Belastung oder dem Entstehen eines Burnouts spielen zusätzliche Anforderungen aus dem privaten Umfeld eines Arbeitnehmers sowie seine individuellen Strategien zur Bewältigung von Stress.

Burnout-Prävention als komplexes Effizienzkriterium

Gut organisierte Unternehmen, bei denen die Burnout-Prävention als Chefsache betrachtet und durch die Optimierung von Arbeits- und Kommunikationsprozessen auf allen Hierarchie-Ebenen getragen wird, bieten gute Voraussetzungen für die Reduktion der Belastung des einzelnen Mitarbeiters. Effizienzsteigerungen ergeben sich aus diesem Optimum nicht nur aus der Verhinderung von Fehlzeiten und Krankheitsfällen, sondern auch daraus, dass die personellen und wirtschaftlichen Ressourcen des Unternehmens nicht verschwendet werden. Burnout-Prävention ist innerhalb eines solchen komplexen Ansatzes eine Investition in die Zukunftsfähigkeit von Firmen. Führungskräfte ebenso wie die Mitarbeiter könnten die grundlegenden Fähigkeiten dafür in möglichst praxisbezogenen Workshops, Seminaren und individuellen Coachings erlernen und trainieren.

Die Intensiv-Trainings der Gesundheitsakademie Schmidbauer zur Burnout-Prävention widmen sich zwar keinen Management-Strategien, sondern der persönlichen Dimension der Problematik. Fragen Ihres Arbeitsalltags und nötige Veränderungen kommen in unseren Trainings natürlich trotzdem intensiv zur Sprache. An Ihren Arbeitsplatz kehren Sie nach einer solchen “präventiven Pause” mit neuen Einstellungen und Ideen zurück – im Firmenalltag agieren Sie damit möglicherweise künftig auch als “Multiplikator” für die Diskussion überfälliger Veränderungen.

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Datum: Mittwoch, 26. Dezember 2012 10:00
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