Burnout-Therapie im Berufsleben

Möglicherweise lässt sich im Job doch das eine oder andere verbessern und vielleicht hilft es, sich intensiver mit den Kollegen auszutauschen. Manche Aufgaben sind eventuell im Team zu lösen oder können abgegeben werden. Eine Weiterbildung sorgt manchmal für neue Motivation. Je nach Fall ist auch der Wechsel in einen neuen Aufgabenbereich denkbar. Allerdings bietet die Arbeitsmarktsituation hier nicht immer Spielräume. Doch oft helfen schon Veränderungen am bestehenden Arbeitsplatz: Arbeitszeiten anpassen, Aufgaben im Team lösen oder delegieren, in intensiveren Kontakt zu den Kollegen treten, eine Weiterbildung besuchen oder der in einen anderen Arbeitsbereich wechseln.

Im Rahmen einer Burnout-Therapie sind berufliche Maßnahmen besonders wichtig und meist unumgänglich, um das Krankheitsbild zu überwinden. Das gilt nicht nur für Berufstätige, sondern auch für Menschen, die sich beispielsweise im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit übernommen haben und ausgelaugt fühlen. Um entsprechende Maßnahmen umzusetzen, ist das Einbeziehen des Arbeitgebers hilfreich, um gemeinsam Lösungsfindungen anzugehen und nötige Schritte einzuleiten.

Das Kürzen von Arbeitsschichten, die Umstellung in eine Teilzeitstelle oder das Einplanen von Sonderurlaub oder längerer Arbeitspausen können genauso wie ein Arbeitsplatzwechsel, einem internen Stellenwechsel oder gar einer vorzeitigen Pensionierung greifende Maßnahmen darstellen, um Belastungen durch zu großen Zeit- und Leistungsdruck verringern oder gar vermeiden zu können oder gar vermeiden zu können.

Weitere Hilfemöglichkeiten in dieser Hinsicht wären, dass Mitarbeiter Arbeitsaufgaben untereinander tauschen oder abgeben können, als eine Mischung der Aufgaben mit Routinetätigkeiten. Genannte Maßnahmen zielen darauf ab, die Arbeit abwechslungsreicher, interessanter und anregender gestaltenzu können, dadurch den Arbeitsdruck und den Stress des Betroffenen zu mindern und insgesamt eine positive Arbeitseinstellung zu schaffen.

Als weitere therapeutische Maßnahme dient gegebenenfalls die Erweiterung des Handlungsspielraums und des Verantwortungsbereichs. Durch Erhöhen der Autonomie im Sinne einer eigenständigen Planung sowie Ausführung der übertragenen Aufgaben und die Möglichkeit des Betroffenen, seine Aufgaben selbst zu wählen und bestehende Konflikte zu beseitigen kann das Gefühl des Ausgebranntseins zurückgehen.

Eine angenehme Arbeitsatmosphäre kann viel zur positiven Arbeitseinstellung beitragen. Arbeitsräume und der Arbeitsplatz sollten so weit wie möglich den individuellen Bedürfnissen des Betroffenen entsprechen und persönlich gestaltet werden können. Mit überschaubarem Aufwand kann man ungestörte Arbeitsplätze schaffen, Lärm verringern und durch Beleuchtung, Zimmerpflanzen und Farben eine bessere Arbeitsatmosphäre schaffen.

Durch die Möglichkeit beruflicher Fort- und Weiterbildung können Betroffene mehr Selbstsicherheit, und berufliche Handlungskompetenz erlangen, ihre Problemwahrnehmung verbessern, Arbeitsschwerpunkte neu akzentuieren und neue Perspektiven entwickeln.

Durch Bildungsurlaub Abstand von der alltäglichen Routine schaffen, verbrauchte Kräfte regeneriert und der geistige Horizont erweitert werden. Auch das Lernen und Arbeiten in Gruppen hat sich als erfolgreiche Maßnahme bewiesen.

Haben Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema? Wenden Sie sich an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

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Datum: Donnerstag, 7. November 2013 8:42
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