Burnout vorbeugen: Nehmen Sie sich eine Auszeit

Einer Krankheit vorzubeugen, die als solche nicht anerkannt ist, ist nicht einfach, aber man kann natürlich den Symptomen des Burnout sehr wohl und mit verschiedenen Maßnahmen vorbeugen. Dies geht natürlich besonders gut, wenn Sie sich dafür die notwendige Zeit nehmen, also beruflich kürzer oder – zumindest vorübergehend – ganz zurücktreten. Eine solche Auszeit, um einem Burnout vorzubeugen, nehmen immer mehr Menschen in Deutschland, auch Prominente. Es gibt einige grundsätzliche Tipps und Verhaltensweisen, die helfen, ein Burnout zu verhindern beziehungsweise seine Ausprägung zu dämpfen. Dazu zählen eine gesundere Lebensweise mit möglichst weitem Verzicht auf Alkohol, Nikotin sowie anderer Drogen. Viel Bewegung, viele Ruhezeiten sowie sportliche Aktivitäten sind immer hilfreich. Zudem unterstützen Entspannungs,- Atem- und Meditationsübungen. Allerdings treffen alle diese Maßnahmen nicht unbedingt den Kern des Problems, nämlich den beruflichen Anforderungen und die dem gegenüberstehenden individuellen Fähigkeiten. Wenn dies auseinanderklafft, kann man zwar gut seine Lebensweise ändern, aber das Grundproblem bleibt. Es gibt zwei Möglichkeiten, das grundsätzliche Problem anzugehen: die externen, beruflichen Belastungen beziehungsweise Überlastungen müssen gedrosselt werden und/oder die individuellen Fähigkeiten und Belastungsgrenzen erhöht werden. Dabei geht es um die Verbesserung des Selbst-Managements und der Selbstregulierung, die in den psychologischen Bereich gehen.

Im Idealfall wird eine berufliche Auszeit durch eine Sehnsucht nach etwas Unerreichtem oder Fernen ausgelöst, beispielsweise ist hier an persönliche Projekte, eine Fernreise oder ein bislang noch nicht weiterverfolgtes Hobby zu denken. Auf der anderen Seite kann eine Auszeit vom Job aber auch körperlich bzw. seelisch angezeigt sein, nämlich immer dann, wenn der eigene “Akku” soweit aufgebraucht ist, dass an eine langfristige Fortführung seiner beruflichen Tätigkeit ohne Leistungseinbußen nicht zu denken ist bzw. sogar gesundheitliche Befunde eine Auszeit erfordern. Spätestens dann fällt häufig der Begriff “Burnout” häufig als Begründung für ein Sabbatjahr; genügend Beispiele hierfür lassen sich bei bekannten Sportlern, Sängern oder auch Schauspielern aktuell leider reichlich finden. Der meist inflationär benutzte Begriff “Burnout” bedeutet dabei „ausgebrannt“ und das Burnout-Syndrom ist inzwischen eine Zivilisationskrankheit, von der Menschen ganz unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen sozialen Status sowie Berufe betroffen sind. Es umschreibt einen Zustand starker emotionaler Erschöpfung, was dazu führt, dass der Betroffene nicht mehr so leistungsfähig ist wie zuvor.

Burnout ist ein Zustand zunehmender geistiger, körperlicher und emotionaler Erschöpfung, ausgelöst durch beruflichen Stress. Wenn Sie also diese Symptome beziehungsweise Gefühle haben, sollten Sie handeln, ehe das Syndrom mit der Zeit immer schlimmer wird. Als Ursache wird häufig ein Missverhältnis zwischen Anforderungen und eigenen Ressourcen im Beruf gesehen. Betroffen sind oft Menschen in Führungspositionen, Manager, aber auch Lehrer, Menschen in Pflegeberufen, Forscher, Sportler und Politiker. In den vergangenen Jahren gab es einige Prominente in Deutschland, die ihr Burnout-Syndrom publik machten. Dadurch stieg die mediale Aufmerksamkeit dieses Themas, so dass sich heutzutage viel mehr Menschen damit beschäftigen. Das Krankheitsbild ist schwammig, weil es in einige andere Bilder wie Depressionen, Sucht etc. hineinspielt.

Haben Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema? Wenden Sie sich an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

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Datum: Dienstag, 3. Dezember 2013 10:54
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