Charakteristische Merkmale des Burn-out Symptom

Die charakteristischen Merkmale sind eine körperliche und emotionale Erschöpfung, anhaltende physische und psychische Leistungs- und Antriebsschwäche, sowie der Verlust der Fähigkeit, sich zu erholen. Ebenso möglich ist eine zynische, abweisende Grundstimmung gegenüber Kollegen, Klienten und der eigenen Arbeit festzustellen. Burn-out ist nicht nur ein persönliches Problem des Betroffenen, sondern gefährdet aufgrund seiner „ansteckenden“ Natur das berufliche Umfeld. Auch wenn sich die Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) des Burn-out-Syndroms nicht feststellen lässt, wird eine allgemeine Steigerung des Burn-out- Risikos aufgrund sich verändernder Lebens- und Arbeitsbedingungen erwartet.
Warnsymptome der Anfangsphase
Ein Spruch sagt: „Nur jemand, der einmal entflammt war, kann auch ausbrennen!“ (Pines, Aronson & Kafry, 1985)
Auffallende Merkmale der Anfangsphase sind beispielsweise:

  • vermehrtes Engagement für bestimmte Ziele man arbeitet nahezu pausenlos
  • verzichtet auf Erholungs- oder Entspannungsphasen fühlt sich unentbehrlich und vollkommen um das darzustellen, entwerten Betroffene häufig andere Teammitglieder und machen sich so bei Kollegen unbeliebt
  • der Beruf wird zum hauptsächlichen Lebensinhalt Hyperaktivität Nichtbeachten eigener Bedürfnisse Verdrängen von Misserfolgen
  • Beschränkung sozialer Kontakte auf einen Bereich, zum Beispiel die Kunden, Partnervernachlässigung Erschöpfung chronische Müdigkeit
  • Suche von Ablenkung und Trost in Alkohol, Tabak, Internet- und Computeraktivitäten, vielem Essen oder häufigerem Geschlechtsverkehr Konzentrationsschwäche Schlafstörungen
  • Drehschwindel Angstzustände, Depressionen
  • Ob auch akute, das heißt kurzzeitige Überbelastung zum Beispiel in Grenzlagen zu Burn-out führen kann, ist nicht belegt, jedoch aufgrund der beschriebenen Charakteristika untypisch.

Reduziertes Engagement
Die völlige Hinwendung zu einem Bereich, z. B. zum Klienten in der Arbeit, kann nach einiger Zeit genau das Gegenteil hervorrufen, nämlich den (inneren) Rückzug.
Folgende auffallende Merkmale sind zu beobachten:

  • der Betroffene verliert die positiven Gefühle gegenüber dem Klienten
  • Stereotypisierung
  • Distanzbedürfnis und Meidung von Kontakten
  • Schuldzuweisungen an andere (aggressives Verhalten) und an sich selber (depressives Verhalten)
  • verstärkte Akzeptanz von Kontrollmitteln, Strafen, Medikamenten, Alkohol negative Einstellung und Vernachlässigung der Arbeit verstärkter Rückzug von Problemen mit anderen, oder von der Familie, den Partnern, Freunden etc., da auch in anderen Bereichen Reden und Zuhören zum Problem wird
  • der Betroffene stellt erhöhte Ansprüche an sein Umfeld und hat häufig das Gefühl, ausgenutzt und nicht genug anerkannt zu werden.

(Quelle: Wikipedia)

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Datum: Dienstag, 19. Oktober 2010 12:41
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