Chronisches Erschöpfungssyndrom oder Burnout?

Mit Erschöpfungssyndrom bezeichnet man heute in erster Linie ein Burnout, also eine Stresskrankheit. Ursprünglich bezeichnet Erschöpfungssyndrom eine schwere chronische Krankheit, unter der ungefähr ein halbes Prozent der Bevölkerung leidet.

Das chronische Erschöpfungssyndrom ist keine psychiatrische Störung, sondern eine mehrjährige körperliche Erkrankung, welche die Erkrankten häufig der Fähigkeit beraubt, für sich selbst zu sorgen. Nicht selten werden sie Bettlägrig. Während der Dauer der Krankheit leiden sie unter starken Kopf- und Muskelschmerzen. Anstrengungen und Infektionskrankheiten können ihren Zustand bedeutend verschlechtern. Diese Krankheit ist wenig bekannt.

Ein Burnout erfolgt meist dann, wenn der Betroffene lange unter Stress steht, und keine Möglichkeit hat, die Probleme zu lösen, die den Stress verursachen, und keinen Weg findet, den Stress abzubauen.

Bei einem Burnout leidet der Betroffene an Anzeichen von psychischer und physischer Erschöpfung – deswegen der Name Erschöpfungssyndrom. Um nach einem Burnout wieder ins normale Leben zurückkommen zu können, müssen alle Stressfaktoren ausgeschaltet werden.

War Stress bei der Arbeit ein Grund für den Burnout, ist häufig ein Wechsel des Arbeitsplatzes nötig. Zumindest müssen aber offene Konflikte diskutiert werden, falls solche bestanden. Auch muss der Arbeitnehmer lernen, nicht zu viele Aufgaben zu übernehmen, die Zeit gut einzuteilen, und keine zu hohen Ansprüche an sich selbst zu stellen.

Es gibt innere wie auch äußere Faktoren, die zu einem Erschöpfungssyndrom führen können; meist ist es schlussendlich eine Kombination von Beiden. Ist man, zum Beispiel als allein erziehende Mutter so vielen äußeren Zwängen ausgesetzt, dass man keine Möglichkeit hat, sich zwischen Arbeit, Haushalt und Erziehung zu erholen, kann man wegen dieser äußeren Ursachen Stresskrank werden.

Nicht selten trägt aber der eigene Umgang mit Druck, Verantwortung oder Ärger dazu bei, diese äußeren Faktoren zu verstärken. Wer beispielsweise Auseinandersetzungen mit meidet, und stattdessen den Ärger in sich hineinfrisst, neigt eher dazu gestresst zu werden als jemand der sein Herz auf der Zunge trägt.

Da die genauen Ursachen des chronischen Erschöpfungssyndroms nicht geklärt sind, zielen Therapieversuche vor allem darauf ab, die bestehenden Symptome zu lindern und die durch die Erkrankung oft eingeschränkte Lebensqualität der Betroffenen wieder zu verbessern. Je früher sich Betroffene Hilfe suchen, desto günstiger sind insgesamt die Aussichten auf eine Besserung der Beschwerden.

Müdigkeit, Abgespanntheit, Antriebslosigkeit – das sind Symptome für das chronische Erschöpfungssyndrom (CFS – Chronic fatigue syndrome), an dem schätzungsweise zwei Prozent der Weltbevölkerung leiden. Besonders gefährdet sind offenbar Menschen, die unter größtem öffentlichen Druck Höchstleistungen abliefern müssen, und das Tag für Tag.

Beim CFS beklagen die Patienten allgemeine körperliche, geistige und psychische Schwäche. Im Extremfall können sie nicht mal mehr ihr Bett verlassen. Das Krankheitsbild ist sehr komplex und noch wenig bekannt. Deshalb kann es oft viele Monate oder gar Jahre dauern, bis bei einem Patienten die Diagnose CFS gestellt werden kann.

Haben Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema? Wenden Sie sich an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

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Datum: Dienstag, 28. Januar 2014 12:11
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