Contra Stress: Bewusstes Atmen und Entspannen

 Richtiges, bewustes Atmen hilft gegen Stress

Wir alle tun es ständig. Aber leider nicht immer richtig. Gerade unter Stress atmen wir oft zu schnell und zu flach. Die Folge: Der Organismus arbeitet nicht harmonisch, die Herzfrequenz erhöht sich und unsere Zellen werden nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Wir ermüden schneller.

Bei einer repräsentativen Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit 2.063 Personen gaben fast 90 Prozent aller Befragten an, dass sie sich in bestimmten Situationen gestresst fühlen. Überwiegend liegen die Gründe dafür in Zeitnot, Termindruck und hoher Arbeitsbelastung.

In der Altersgruppe der 30- bis 50-jährigen Berufstätigen ist nahezu jeder Dritte davon betroffen und ist bereits wegen zuviel oder andauerndem Stress erkrankt. Jedoch geben nur 1,5 Prozent der Befragten an, wegen ihrer Beschwerden in Folge von Stress zum Arzt zu gehen. Dies kann ein erstes Anzeichen für ein drohendes Burnout sein.

Rechzeitig zu reflektieren, ob man mit den täglichen Anforderungen im Leben noch zurecht kommt und sich klare Zieldefinitionen zu machen über das, was man sich von seinem Leben erwartet und was man eigentlich haben möchte, ist dabei dringend anzuraten.

Lernen Sie wieder zu innerer Ruhe zu finden!

Bewusstes Atmen hilft zu Entspannen

Unsere Atmung reagiert sensibel auf Hektik und Überforderung. Atmen Sie sich nach einem stressigen Tag zu Hause oder in der Natur ganz bewusst einige Minuten tief ein und aus.

• Schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich auf ihren Körper

• Atmen Sie lange und tief ein

• Atmen Sie möglichst doppelt so lange aus wie ein

• Wiederholen Sie den Vorgang

Die Bauchatmung ist – entgegen dem flachen Atmen – die einzig richtige.

Verschränken Sie die Arme hinter dem Kopf und Sie atmen automatisch stärker in den Bauch. Die sogenannte „Lippenbremse“ entspannt: Lassen Sie die Luft durch den minimal geöffneten Mund entweichen. Das verlangsamt das Atmen und wirkt entspannend. Halten Sie die Luft nicht an und atmen Sie so langsam wie möglich. Der Übergang zwischen Ein- und Ausatmen sollte nahtlos sein. Wiederholen Sie die Übung, solange Ihr Gefühl der Entspannung steigt.

Atmungs- und Entspannungs-Übungen

Gähnen und stöhnen Sie sich Ihre Anspannung von der Seele. Singen Sie öfter mal kräftig ein Lied. Der gleichförmige Rhythmus von Musik ist das natürlichste Mittel um die Atmung zu normalisieren. Dabei konzentriert man sich automatisch auf den Fluss einer Melodie, was wiederum beim Abschalten hilft.

Ziel der Übungen ist es, die Gedanken des Tages hinter sich zu lassen und abzuschalten.

Duschen Sie nach dem Tag im Büro und ziehen Sie sich bequeme Kleidung an.

Setzen Sie sich an einen ruhigen Ort, um die Atemübungen durchzuführen.

Sogenannte Mantras, wie z.B. „Ich bin ganz ruhig“, „Nichts kann mich stören“ oder „Wärme fließt durch meinen Körper“, die Sie in Gedanken aufsagen, unterstützen den Entspannungszustand. Probieren Sie die verschiedenen Übungen aus und finden Sie Ihre persönliche Strategie.

Auch die progressive Muskalrelaxation kann wunderbar helfen, zu entspannen.

 

 

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Datum: Donnerstag, 15. August 2013 9:00
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