Der nächste Burn-out kommt bestimmt

Wenn Sie denken einen Burn-out zu haben, leiden Sie meist an Überforderung, wenn sie Ihr Leben nicht radikal ändern, hilft auch keine Therapie auf Dauer.
Es ist das drohende Schicksal in jedem Job: das Burn-out-Syndrom. Wer nicht selbst irgendwann ausgebrannt vor dem Schreibtisch sitzen will, versucht gegenzusteuern. Ein bisschen Yoga, ein Zeitmanagement-Seminar und regelmäßige Auszeiten vom Job – das soll helfen – reden sich die meisten ein. Arbeitgeber unterstützen zwar ihre Mitarbeiter mit Gesundheitsseminaren, aber nicht zum Wohl ihrer Mitarbeiter, sondern zum Wohl ihrer Firma. Den kranke Mitarbeiter kosten Geld und bringen nichts ein.
Die meisten Arbeitnehmer leiden nicht unbedingt unter einem Burn-out, sondern sind einfach überlastet von den Arbeitsprozessen. Das nennt man einen strukturellen Burn-out, der weitgehend unabhängig von persönlichen Faktoren ist. Für Arbeitnehmer mag das ernüchtern klingen. Wer dachte, selbstständig für seine Gesundheit am Arbeitsplatz aktiv werden zu können, stößt an unüberwindbare Grenzen. Die eigene Persönlichkeit ist der innerste Kreis in einem System, das von den Bereichen des Unternehmens umschlossen wird. Etwas ändern zu wollen, müsste daher von außen kommen, aber bevor jeder einzelne Arbeitnehmer etwas tun kann, muss das Unternehmen seine Struktur ändern.
Die meisten Arbeitgeber finden zwar das Seminare und Gesundheitsmanagement ausreichende sind, aber diese Maßnahmen dienen nur kurzfristig. Um die Gesundheit der Mitarbeiter auf Dauer wirklich zu schonen, müssen Unternehmer grundsätzliche Dinge ändern, die jeden auf lange Sicht krank macht.

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Datum: Dienstag, 5. Oktober 2010 11:55
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