Deutsche Depressionshilfe bietet psychosoziales Coaching bei Burnout und Depressionen

Depressive Störungen sowie Burnout bilden sich häufig in enger Beziehung zu Belastungen und Stress am Arbeitsplatz heraus und belegen in der EU-Statistik inzwischen den ersten Platz bei krankheitsrelevanten psychischen Problemen. Experten schätzen, dass rund elf Prozent aller EU-Bürger irgendwann einen Burnout erleiden oder an einer Depression erkranken. Die Betroffenen haben in der Folge auch mit beruflichen Problemen bis hin zum Arbeitsplatzverlust sowie mit einer schweren und oft langfristigen Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität zu kämpfen.

Coaching-Angebote der Stiftung für Manager und Langzeitarbeitslose

Anlässlich des Europäischen Depressionstages, der am 1. Oktober zum neunten Mal begangen wird, erweitert die Stiftung Deutsche Depressionshilfe eine Initiative, die sich ab sofort in gleich zwei Dimensionen mit dem Thema “Depression am Arbeitsplatz” beschäftigt. Ihre neuen Angebote für psychosoziales Coaching bei Depression und Burnout wenden sich sowohl an Führungskräfte und Gesundheitsmanager in Unternehmen als auch an betroffene Langzeitarbeitslose.

Die Deutsche Depressionshilfe will damit ein bundesweites Aktionsnetzwerk begründen, das sowohl mit Präventionsmaßnahmen aktiv wird als auch Wiedereingliederungshilfen für psychisch kranke Menschen leistet. Dr. Christine Rummel-Kluge, Psychiaterin, Psychotherapeutin und die Geschäftsführerin der Stiftung erklärte dazu, dass Depressionen bisher oft zu spät erkannt und nur suboptimal behandelt werden – eine Ursache dafür sei, dass es ihre Gründe und Symptome sowie ihre Auswirkungen auf das Sozialverhalten gerade in den Betrieben Wissensdefizite gebe.

Aufklärung über psychische Erkrankungen im Unternehmen

Im Führungskräfte-Programm der Deutschen Depressionshilfe erhalten Manager, Personalverantwortliche sowie die Gesundheitsbeauftragten von Unternehmen im Rahmen von Vorträgen, Schulungen und Rollen-Trainings für den Umgang mit erkrankten Menschen bereits seit längerem Informationen zu Ursachen, Symptomen sowie den individuellen und sozialen Folgen von Depressionen oder Burnout. Im neu angebotenen psychosozialen Coaching für Langzeitarbeitslose geht es dagegen um die wirksame Re-Integration davon betroffener Patienten. Modell-Projekte in München und Leipzig zeigten, dass das Coaching dabei erfolgreich eine “Lotsen-Funktion” übernehmen konnte und unter anderem dazu beitrug, psychisch kranke Langzeitarbeitslose zu identifizieren, die bisher entweder nicht oder nicht “leitlinienkonform” behandelt wurden. Das Projekt soll jetzt bundesweit angeboten werden und dabei helfen, psychische Erkrankungen als Zugangshemmnis zum ersten Arbeitsmarkt zu beseitigen.

Das Experten-Team der Gesundheitsakademie Schmidbauer begrüßt die Initiative der Deutschen Depressionshilfe als einen wichtigen Schritt zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für psychische Probleme und eine aktive Unterstützung von Patienten mit Depressionen oder Burnout. Gleichzeitig empfehlen wir dringend, beginnende psychische Beschwerden nicht etwa “auszusitzen”, sondern so früh wie möglich mit professioneller Hilfe dagegen anzugehen. In unseren Intensivtrainings zur Burnout-Therapie und -Prävention spüren Sie unter anderem Ihren im Alltagsstress verschütteten Grundbedürfnissen nach und erlernen Strategien für einen “gesünderen Umgang” mit Stress, Leistungsdruck und Ihrem Körper ebenso wie Ihrer Seele.

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Datum: Freitag, 28. September 2012 11:04
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