Die Phasen beim Burnout-Syndrom

Deutliche Warnzeichen für die Anfangsphase des Burn-outs sind chronische Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Die Abgrenzung zum Stress (der auch positiv sein kann), ist schwierig. Das Burnout-Syndrom kommt nicht von heute auf morgen. Es handelt sich um einen stetig wachsenden Prozess. Bis heute gibt es keine festgelegten typischen Entwicklungsschritte dieser Krankheit, weshalb es sich über die Jahre mehrere Mediziner, Psychoanalytiker und Fachärzte zur Aufgabe gemacht haben, den Prozess des Burnout-Syndroms trotz seiner unterschiedlichen Ausprägung von Fall zu Fall in einem Phasen Modell darzustellen. Je nach Detailgenauigkeit des Modells werden unterschiedliche beziehungsweise unterschiedlich viele Phasen abgebildet.

Die Klassifizierung der unterschiedlichen Phasen reicht hierbei von 3 bis 30 Burnout-Stufen, wobei die Übergänge zwischen den einzelnen Stufen oder Phasen stets fließend sind und individuell völlig unterschiedlich empfunden werden können.

Zusammengefasst lassen sich Phasen Modelle jedoch grob in drei Stadien einteilen:

Burnout Phase 1

In Phase eins herrschen Aggression und Aktivität vor. Große Leistungsfähigkeit ist ebenso gegeben wie das Gefühl, unentbehrlich zu sein. Betroffene erkennen diese – mitunter auch sehr lange – Phase meist nicht als Anfangsphase eines Burnout-Syndroms, da keine aktuellen Probleme entstehen.

Burnout Phase 2

Dies ändert sich erst in Phase zwei und den Folgephasen: Betroffene können weniger leisten, werden zunehmend unzufrieden, fühlen sich überfordert und austauschbar. Die Qualität der Arbeit nimmt ab, Betroffene flüchten in die Passivität, distanzieren sich und verlieren das Interesse.

Burnout Phase 3

Die Endphase ist geprägt durch enormen Leidensdruck, oft verbunden mit Sucht, Hoffnungslosigkeit und Panikattacken. Die Selbstmordgefahr ist hoch, viele Betroffene suchen sich erst in dieser Endphase Hilfe und Rat von Experten.

Um den Verlauf einer Burnout Erkrankung zu beschreiben, wurden unterschiedlichste Phasen Modelle entworfen. Auch wenn diese Modelle idealistisch angelegt sind und kaum ein Krankheitsverlauf exakt so verlaufen wird, sind diese Modelle dennoch nützlich um Ihnen einen Eindruck vom Verlauf eines Burnouts zu geben und Betroffenen und Angehörigen ein Gefühl zu vermitteln, in welcher Phase man sich oder den Bekannten einzuordnen vermag.

Da jeder Mensch individuell reagiert, durchleben nicht alle Burnout-Betroffenen sämtliche Phasen. Mancher bleibt über Jahre in einer Phase und wieder andere schaffen es, dem ständigen Kreislauf zu entkommen. Bei Burnout handelt es sich tatsächlich um einen Teufelskreis, denn dieses Syndrom entsteht erst nach jahrelangen Höchstleistungen, in deren Folge sich erste Erschöpfungsmerkmale zeigen, die dann wiederum mit noch größerer Anstrengung ausgeglichen werden.

Am wichtigsten ist der erste Schritt: Dazu müssen Sie sich eingestehen, dass Sie Hilfe benötigen. Diese besteht in erster Linie aus Gesprächen.

Haben Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema? Wenden Sie sich an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

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Datum: Donnerstag, 26. Dezember 2013 10:25
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