Erschöpfte Mütter

Es trifft immer mehr Mütter: Burnout. Ein Baby zu haben ist ein 24-Stunden-Job. In gewissen Situationen kommen Sie an den Rand ihrer körperlichen und seelischen Kräfte. Das gilt auch, wenn Sie ihren Alltag mit Kind lieben und dafür gerne ihre persönlichen Bedürfnisse zurückstecken. Viele Mütter kümmern sich alleine um das Baby und den Haushalt. Das bedeutet ohne Hilfe von Verwandten einen bis zu 16 Stunden andauernden Tag.

Es scheint, als hätte der Tag nicht genug Stunden und so kümmern sich viele junge Mütter rund um die Uhr um das Neugeborene. Der Partner ist meist berufstätig und so lastet die Verantwortung für das neue Leben komplett auf den Schultern der Frau. Mit dem 24-Stunden-Job fühlen sich aber viele Mamas, die oft noch einen Hang zur Perfektion haben, überfordert. Und je länger diese Phase andauert, umso höher stehen die Chancen, dass sich ein echtes Burnout entwickelt.

Viele Männer kommen spät nach Hause und stehen dann nicht mehr hilfreich zur Seite. Die Partnerschaft leidet darunter, wenn das Baby schlecht schläft oder viel schreit. Auch macht die mangelnde Anerkennung Ihnen zu schaffen. Und: Ihre Umgebung sieht die viele Arbeit nicht, die Sie tagsüber erledigt haben. Die Folge: Körper und Geist reagieren mit Erschöpfung. Studien zufolge betrifft dies jede fünfte Mutter.
Das äußert sich in:

  • Schlafstörungen
  • Rückenschmerzen
  • Reizbarkeit
  • Antriebslosigkeit
  • In schlimmeren Fällen: Depression

Anzeichen für ein Burnout erkennen Mütter bei sich selbst immer öfter. Bereits in der Schwangerschaft, aber auch nach der Geburt, wenn ein komplett neuer Lebensabschnitt für die kleine Familie beginnt, fühlen sich viele frischgebackene Mütter antriebslos und einfach völlig überfordert mit der neuen Situation. Doch nicht jeder Erschöpfungszustand ist gleich ein Burnout. Durch den Schlafmangel und das Baby, das ständige Aufmerksamkeit fordert, kann es zu vermehrtem Stress kommen. Ein echtes Burnout jedoch ist eine ernstzunehmende Krankheit, die Betroffene quält und die Lebensqualität massiv vermindert. Anzeichen für ein Burnout erkennen nicht nur der Partner und Familienangehörige, auch das Kind selbst leidet unter dem Verhalten der Mutter, die sich nun selbst nicht mehr helfen kann.

Achten Sie auf sich und tun Sie etwas für sich, bevor es zu einem Burnout kommt. Eine glückliche Mutter ist das Wichtigste für ihr Kind. Es klingt nach einer Manager-Krankheit: Das Burnout-Syndrom trifft dennoch immer mehr Mütter. Sie reiben sich im Familienalltag auf und vergessen ihre Bedürfnisse. Nur mit professioneller Unterstützung überwindet man die Symptome, findet die wahre Ursache und schon bald sieht man das Leben wieder von seiner positiven Seite und freut sich am lang ersehnten Nachwuchs.

Haben Sie weitere Fragen zu diesem Thema? Wenden sie sich an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

Autor:
Datum: Donnerstag, 13. Februar 2014 11:09
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Burnout-Syndrom

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben