Gesundheitsreport der DAK – Depression als Volkskrankheit

Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) lieferte in ihrem aktuellen Gesundheitsreport jetzt alarmierende Zahlen zum aktuellen Stellenwert psychischer Erkrankungen für Krankschreibungen und lange Ausfallzeiten. Mit 13,6 Prozent aller Krankheitstage sind psychische Probleme erstmals auf den dritten Platz des Fehlzeiten-Rankings der Kasse vorgerückt. Daneben litten die DAK-Versicherten am meisten unter Erkrankungen des Bewegungsapparates wie beispielsweise Rückenschmerzen, sowie Herz-Kreislauf-Krankheiten. Von 1.000 DAK-Versicherten waren an jedem Tag des letzten Jahres 29 Arbeitnehmer krankgeschrieben.

Aus Bayern kamen jetzt die ersten Kommentare zu den Zahlen sowie weitere Gesundheits-Daten für den Freistaat, welche die DAK-Angaben stützen. Die Auswirkungen von Stress und Leistungsdruck als wesentliche gesundheitliche Gefahren unserer Zeit sind für die Experten augenfällig. Die DAK Bayern appellierte deshalb bereits an die regionalen Arbeitgeber, ihre Anstrengungen für ein effektives Gesundheitsmanagement zu verstärken.

Stress, Arbeitsfrust und “Gratifikationskrise” als Problem im Hintergrund

Die Burnout-Problematik ist auch bei den aktuellen Zahlen im Hintergrund präsent – dass der Burnout nicht offiziell in der Statistik auftaucht und stattdessen nur allgemein unter “psychischen Erkrankungen” erscheint , ist seiner IDC-Definition als “nicht behandlungsrelevanter Zusatz-Diagnose” geschuldet. In der Praxis gehören Depressionen jedoch sehr häufig zum Burnout-Krankheitsbild. Die bayrischen DAK-Experten schlugen in ihren Stellungnahmen dabei einen Bogen von Stress und Arbeitsfrust zu psychischen Problemen, aber auch zu Herz-Kreislauf-Krankheiten und der Zunahme von Herzinfarkten.

In die gleiche Richtung zielen die Ergebnisse einer anderen Studie in Bayern, die kürzlich für knapp zwölf Prozent der Arbeitnehmer eine “Gratifikationskrise” benannte. Die Betroffenen reagieren auf das Ungleichgewicht zwischen persönlicher Belastung und Belohnung mit psychischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder Stimmungsschwankungen sowie mit körperlichen Beschwerden von Kreislauf- oder Magen-Darm-Problemen bis zu Rückenleiden.

Zusammenhang von Burnout/Depressionen, Sucht und Stress

Das Team der “Klientenzentrierten Problemberatung” in Dachau thematisierte in seiner Stellungnahme zum DAK-Report außerdem den Zusammenhang von Stress, psychischen Erkrankungen und Sucht sowie die wachsende Zahl von Betroffenen, die sich in diesem Teufelskreis bewegen. Die “Selbstmedikation” durch Alkohol und andere Drogen verschleiere in diesem Fall oft die tatsächlichen Ursachen der allgemeinen gesundheitlichen Probleme und damit auch der Suchtgefährdung.

Aus Sicht des Experten-Teams der Gesundheitsakademie Schmidbauer hängen Burnout, psychische Probleme, körperliche oder psychosomatische Erkrankungen sowie Sucht-Risiken im Einzelfall oft sehr eng zusammen. In unseren dreiwöchigen Intensiv-Programmen zur Burnout-Prävention und – Therapie kommen wir Ihren persönlichen Problemfeldern und deren Äußerungsformen durch intensive therapeutische Gespräche auf die Spur und erarbeiten eine individuelle Strategie für größere Stress-Resistenz, eine gesunde Work-Life-Balance und nachhaltige Lösungen für akute Krisen und Probleme.

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Datum: Mittwoch, 5. September 2012 11:47
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