Gezielt gegen Burnout vorgehen mit Entspannungstraining

Entspannung bevor es überhaupt zum Burnout kommt!

Vorbeugen und entgegenwirken sind wichtige Komponenten bei dauergestressten und burnoutgefährdeten Menschen

Entspannung kann man lernen

Dazu verhelfen Ihnen systematische Techniken zur Entspannung. Autogenes Training, Yoga, progressive Muskelentspannung oder Meditation geben Ihnen mehr innere Ruhe und Gelassenheit. Wer sich das selbst nicht zutraut, kann zu verschiedenen Themen Kurse buchen.

Schon mit einfachen Mitteln kann man Entspannung lernen. Zum Beispiel durch Musik hören, malen, Lesen, Hörspiele hören, Spazieren gehen, in Ruhe ausgiebig Baden oder Sport treiben. Solche Tätigkeiten entspannen, weil sie zufrieden machen. Diese werden als die „passiven“ Methoden bezeichnet

Entspannungstechniken

Es gibt aber auch sogenannte „aktive“ Entspannungstechniken. Sie wirken gezielt und systematisch auf den Organismus. Aktive Entspannungsmethoden sind unter anderem die Progressive Muskelentspannung und das autogene Training. Die Effekte sind wissenschaftlich belegt. Auch für die Wirkung von Yoga, Meditation, Atemtechniken und Vorstellungsübungen gibt es ausreichende Belege.

Was Entspannung bewirkt

Regelmäßige aktive Entspannungsübungen und die richtigen Entspannungstechniken können positiv auf Ihr Wohlbefinden einwirken. Sie

• können als Soforthilfe in akuten Stresssituationen eingesetzt werden

• lösen Verspannungen und beruhigen.

• helfen auch bei chronischen Beschwerden

• schulen die eigene Körperwahrnehmung

• helfen, in Stress-Situationen die körperlich-emotionale Erregung abzubauen

• machen Sie belastbarer

• helfen Ihnen, langfristig gelassener zu werden

• verringern  bestehende psychosomatische Beschwerden wie Spannungskopfschmerzen

Alles eine Frage der Übung

Eine aktive Entspannungs-Methode können Sie in wenigen Wochen lernen, hilfreich kann dazu eine Anleitung auf einer CD sein oder Sie belegen einen Entspannungskurs. Ohne Übung geht es allerdings nicht. Wie beim körperlichen Training brauchen Sie dafür etwas Zeit – etwa 20 Minuten täglich. Am besten zu einer festen Stunde.

Manchen Menschen stehen dafür früher auf. Andere verzichten auf einen Teil des täglichen Fernsehprogramms. Der Lohn für diesen Einsatz ist nicht nur das tägliche entspannte Wohlgefühl nach der Übung. Langfristig können Sie den aggressiven Stressoren entspannter, kreativer und gelassener gegenüber treten.

Eine Insel schaffen

Suchen Sie sich zu Hause oder anderswo einen ruhigen Platz. Manche haben es da leicht, andere müssen sich erst einen Ort erkämpfen, an dem sie ganz für sich sein können. Egal wo es ist: Am Anfang üben Sie am besten immer am gleichen Platz mit dem gleichen Blickwinkel. Achten Sie auf eine angenehme Temperatur und Lichtquelle. Wenn Sie es dunkel brauchen, richten Sie sich Ihren Raum so ein.

Sorgen Sie dafür, dass Sie in Ihrer Übungszeit nicht gestört werden. Oft hilft ein Schild an der Tür oder ein kurzer Hinweis an die Familie, wenn Sie welche haben. Das Telefon stellen Sie am besten aus oder leise auf Anrufbeantworter. Kindern können Sie auch schon einmal eine Eieruhr stellen, damit sie wissen, wann Sie wieder ansprechbar sind.

Zur Ruhe kommen – Zeit lassen

Ziehen Sie sich unbedingt eine legere und bequemen Kleidung an. Etwas Einengendes wie Gürtel können störend sein. Setzen oder legen Sie sich dann bequem zurecht. Schließen Sie Ihre Augen, atmen Sie ein paar Male ruhig ein und aus und konzentrieren Sie sich auf Ihren Körper. Sie müssen gar nichts tun. Lassen Sie alles geschehen, was kommt.

Dann üben Sie die Entspannungsmethode, die Sie sich ausgewählt haben. Sie werden sehen, dass Sie nach wenigen Tagen auf diese Auszeit nicht mehr verzichten wollen. Denn sie bringt Ihnen Entspannung und Wohlgefühl.

Ganz langsam wieder angehen

Während der Entspannung fährt Ihr Körper sein komplettes System herunter. Der Blutdruck sinkt, die Muskeln entspannen sich und Ihr Atem wird leicht und ruhig. Bestenfalls dösen Sie sogar ein. Nach der tiefen Entspannung ist es nun wichtig, sich wieder aktiv auf das Geschehen einzustellen: Öffnen Sie ganz langsam die Augen, atmen Sie tief durch und recken und strecken und dehnen Sie sich. Erst danach begeben sie sich ganz gemächlich in die Vertikale, sonst besteht die Gefahr eines vorübergehenden Schwindelanfalls .

Gezielte Therapien mit verschiedenen Programmen zur Entspannung gehören auch zu professionellen Trainings für Burnout Betroffene, die die Gesundheitsakademie Schmidbauer regelmäßig durchführt.

 

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Datum: Donnerstag, 25. Juli 2013 12:15
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