Reaktionen unter Stress

Wie reagieren Menschen unter Stress?

Wir spüren, wie unser Herz kräftiger schlägt als sonst, wie uns die Röte in den Kopf steigt und wir heftig atmen. Wir fühlen uns aufgeregt.

In weniger gefährlichen Situationen genießt der eine oder andere von uns die Kraft, die ihm zufließt, und behauptet: “… unter Stress kann ich besonders gut arbeiten”. Das mag stimmen. Aber nur, wenn es nicht zuviel wird und bleibt. Stress in Maßen fördert unsere Leistungsfähigkeit. Zum Beispiel bei kniffligen Aufgaben, die uns herausfordern und an denen wir unsere Fähigkeiten erproben können. Wenn wir glauben, dass wir diese Aufgabe bewältigen können -, auch wenn wir uns dazu anstrengen müssen – macht der Stress uns geradezu Spaß. Wird es zuviel, schlägt des Pendel in die negative Richtung aus und wir fühlen uns „gestresst“ oder überfordert, was über einen längeren Zeitraum hinweg zu einer gesundheitlichen Gefahr werden kann und vielleicht sogar in einem Burnout endet.

Angriff oder Flucht

Wie stressig eine Situation ist, hängt vor allem davon ab, welche Strategien und Reserven der einzelne hat, um damit fertig zu werden. Das ist mit Sicherheit von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Die körperliche Reaktion dagegen ist immer die gleiche: Wenn wir uns in Gefahr befinden, nimmt unser Körper alle Kraft zusammen: Er versorgt uns mit Energie, damit wir angreifen oder flüchten können.

In den früheren Jahren der Menschheitsgeschichte war das auch sehr praktisch. Nur so konnten wir wilden Tieren und anderen Gefahren entrinnen.

Heute läuft die Stressreaktion immer noch so ab, aber wir haben längst keine Gelegenheiten mehr, die Energie bei physischen Kämpfen oder beim Weglaufen wieder loszuwerden.

 

Zuviel unverbrauchte Energien machen krank

In alltäglichen Situationen, die wir stressig empfinden, können wir meist weder das eine noch das andere. Das bedeutet, wir benötigen all diese bereitgestellten Energien gar nicht. Somit können sie sich gegen den eigenen Körper richten. Steht man nur kurz unter Stress, bauen sich die Energien schnell wieder ab. Bei Daueralarm im Körper können dagegen ernste gesundheitliche Schäden entstehen. Einige Beispiele dazu sind:

• Hoher Blutdruck

• andauernde Kopfschmerzen

• Migräne

• Störungen des Verdauungsapparates

• erhöhtes Herzinfarkt-Risiko

• Infektionsanfälligkeit

• Depressionen

• Zyklus- und sexuelle Störungen

 

Dauerstress ist ein Risikofaktor für eine Vielzahl von Krankheiten. Dafür gibt es seit Jahrzehnten wissenschaftliche Belege.

So konnten auch Langzeitstudien an vielen tausenden von Menschen belegen, dass selbst leichte stressbedingte Symptome die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöhen, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder an Unfällen zu sterben. Starke stressbedingte Symptome führten auch zu einem höheren Risiko, an Krebs zu sterben.

Wenn wir Menschen lernen, mit Stress umzugehen, so dass er nicht zum Dauerzustand wird, können wir den Risiken für die oben genannten Krankheiten entgehen. Wenn Sie anfällig für Stress sind oder bereits unter einem dauerhaften Stresszustand leiden, suchen Sie sich professionelle Hilfe. Es gibt zum Stressabbau gute Entspannungstechniken, Therapien und Kurse für körperliche und seelische Entspannung.

 

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Datum: Donnerstag, 22. August 2013 9:15
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