Schlafstörungen als Ursache für Burnout

Auch wenn es keine einheitliche Meinung darüber gibt, wie das Burnout-Syndrom entsteht: Chronischer Stress wird allgemein als Hauptursache für die Erkrankung betrachtet. Zudem gilt als gesichert, dass persönliche Faktoren wie zum Beispiel Perfektionismus oder hochgradiger Ehrgeiz die Entstehung eines Burnout begünstigen. Immer mehr deutet jedoch darauf hin, dass auch Schlafstörungen eine entscheidende Rolle spielen.

Auch in Deutschland leiden immer mehr Menschen am Burnout-Syndrom. Als medizinische Diagnose ist dieses nicht anerkannt. Es ist jedoch nicht zu leugnen, dass die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund seelischer Leiden weiter dramatisch ansteigt.
Die nächtlichen Gedanken drehen sich bei ausgebrannten Menschen typischerweise um die Dinge, die sie nicht geschafft haben und die ihnen misslungen sind. Die Angst vor dem nächsten Tag und den Anforderungen, die er mit sich bringt, behindern den Schlaf ebenso, wie verzweifelte Überlegungen, wie man wieder fit werden kann.

Probleme bei der Arbeit und im familiären Umfeld, stetiger Termindruck und Verpflichtungen – selbst in der Freizeit – führen zu psychosozialem Stress. Hält dieser über einen längeren Zeitraum an, führt das häufig zu einem Zustand permanenter innerer Unruhe. Betroffene kommen auch abends nicht mehr zur Ruhe und leiden zunehmend an Ein- und Durchschlafstörungen. Der Erholungseffekt wird immer kleiner, dies drückt tagsüber auf die Stimmung und vermindert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, was wiederum zu vermehrtem Stress und einer Zunahme der Schlafstörungen führt – ein Teufelskreis: Auf den Stress des Tages folgt der Stress der schlaflosen Nächte.

Die Ursachen von Ein- und Durchschlafschlafstörungen sind vielschichtig. Sie reichen von äußeren Faktoren wie Lärm über organische und psychische Erkrankungen bis hin zu seelischen und sozialen Faktoren. Hierzu zählen etwa Konflikte, Enttäuschungen, Ärger und Stress – Dieser wiederum gilt als die Hauptursache von Schlafstörungen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für das 21. Jahrhundert Stress als die größte Gesundheitsgefahr prognostiziert. Neben Ernährung und Bewegung zählt sie den Schlaf als dritte Säule zur Prävention vor stressbedingten Krankheiten. Für Menschen, die einen Burnout fürchten oder bereits betroffen sind, mag es unerheblich sein, ob Schlafstörungen eher als Ursache oder als Folge der Erkrankung zu sehen sind – Entscheidend ist, dass eine Verbesserung der Schlafqualität sich sowohl in der Burnout-Prävention als auch in der Therapie positiv auswirken wird.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, etwas für einen gesunden und erholsamen Schlaf zu tun: Natürliche Heilverfahren, eine Verbesserung der Schlafumgebung, das Erlernen von Entspannungsmethoden, Therapien und viele weitere Behandlungsmöglichkeiten. Ein erster Schritt sollte sein, sich gut über das Thema Schlaf zu informieren. Dies kann bereits helfen, eine Schlafstörung in den Griff zu bekommen und das Gefühl der Hilflosigkeit zu durchbrechen.

Haben Sie weitere Fragen zu diesem Thema? Wenden Sie sich an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

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Datum: Donnerstag, 27. Februar 2014 11:41
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