Stress muss nicht sein

Schmerz- und Aufputschpillen sind eine schlechte Lösung bei Stress im Büro. Besser: Die Probleme mithilfe des Betriebsrats und des »Stressbürometers« angehen.
Stundenlang mit krummem Rücken vor dem Bildschirm sitzen. Vielleicht noch bei trockener Luft. Sich konzentrieren müssen, während Kollegen im Hintergrund laut reden. Unter Zeitdruck immer neue Aufträge erledigen müssen. Ständig Überstunden schieben, weil die Arbeit sonst nicht zu bewältigen ist. Büroarbeit kann sehr stressig sein – und krank machen. Studien zeigen: Immer mehr Angestellte leiden unter Müdigkeit, Nervosität, Schlafstörungen, klagen über Magen-, Kopf- oder Rückenschmerzen und wer- den psychisch krank.
Die Arbeitgeber sind nach dem Arbeitsschutzgesetz verpflichtet herauszufinden, welche Gefahren für die Gesundheit an den Büroarbeitsplätzen lauern. Psychische Belastungen lassen sich allerdings schwerer ermitteln als körperliche. Die Gewerkschaft hat darum einen »Stressbürometer« entwickelt, mit dem Betriebsräte die Stressmacher gemeinsam mit den Angestellten in ihren Büros aufspüren können. Er besteht aus einem Fragebogen mit 56 Fragen zu Arbeitszeiten, Termin- und Leistungsdruck, Betriebsklima, Arbeitsumgebung (wie Lärm und Raumklima), Monotonie, Handlungsspielräumen und Arbeitsmitteln. Viele Verbesserungsvorschläge enthält der Stressbürometer natürlich auch.
Wenn es Probleme im Büro gibt: Selbst initiativ werden und sich ohne Scheu an die Betriebsräte wenden. Sie kennen die Gesetze und die Fachleute.
(Quelle: IGMetall)

Dieser Artikel richtet sich nicht nur an Angestellte oder Arbeiter, sondern auch an Vorgesetzte oder Chefs, den jeder Mitarbeiter der unter Stress leidet, macht Fehler oder fällt sogar auf längere Sicht aus und die Arbeit bleibt liegen und kostet so mehr als wenn man sich um die Rahmenbedingungen kümmert und diese so anpasst, dass kein Stress entsteht.

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Datum: Dienstag, 16. November 2010 11:49
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