Stress – nehmen Sie den Druck aus Ihrem Leben

Für mehr als jeden zweiten Deutschen gehört Stress zum Alltag, zeigt eine aktuelle Umfrage. Aus den Daten lässt sich auch ablesen, was uns besonders unter Druck setzt.

59 Prozent der Deutschen lassen Stress einfach auf sich zukommen, 17 Prozent laufen unter Druck sogar erst zur Höchstform auf. Beide Strategien können dabei helfen, souverän mit der Anspannung umzugehen. Wer stattdessen versucht, Druck aus dem Weg zu gehen (17 Prozent), ist stärker Burnout-gefährdet und berichtet besonders häufig von psychischen Beschwerden wie Depressionen oder Angstzuständen.

Zu viel Stress belastet. Wohl dosiert kann sich der Druck allerdings positiv auswirken und Kreativität sowie Konzentration stärken. Jeder zweite Berufstätige sagt, dass ihn die Anspannung anspornt, wenn sie nicht zur Dauerbelastung wird.
Bleibt der Stresspegel auch in der Freizeit hoch, können sich Körper und Psyche nicht genügend erholen. Die Leistung lässt nach, das Stressempfinden steigt, und die Betroffenen geraten in einen Teufelskreis. Laut der Umfrage gelingt es nicht einmal zwei Dritteln der Berufstätigen, die Arbeit nach Feierabend loszulassen und abzuschalten. Vor allem Frauen sind in Gedanken auch in ihrer Freizeit beim Job, bei beiden Geschlechtern trifft es besonders die 36- bis 45-Jährigen. Jeder zweite Betroffene beschreibt sich als ausgebrannt; überdurchschnittlich viele berichten von psychischen Beschwerden.

Neun von zehn Deutschen unter 25 Jahren sind ständig erreichbar, bei den Berufstätigen befinden sich vier von zehn in ständiger Abrufbereitschaft. Das stresst. Fast sieben der zehn ständig Erreichbaren gibt an, im Alltag unter Druck zu stehen, jeder Vierte berichtet von Dauerdruck. Die immer Erreichbaren kämpfen überdurchschnittlich häufig mit familiären Krisen, mehr als jeder Vierte hatte in den letzten Jahren seelische Beschwerden.

Das Alter zwischen 36 und 45 bildet für die Deutschen die Rushhour des Lebens. Fast vier von zehn arbeitenden Eltern beschreiben die Herausforderung, Familie und Karriere miteinander zu vereinbaren, als einen Stressfaktor. Wer das Gefühl hat, beides nicht unter einen Hut zu bekommen, fühlt sich viel häufiger ausgebrannt; nicht einmal jeder Dritte der Betroffenen ist mit seinem Leben zufrieden. Umso wichtiger ist es, sich der Belastung bewusst zu werden, Strategien zu entwickeln, um mit ihr umzugehen, und die eigenen hohen Ansprüche zu hinterfragen.

Wer gerne arbeitet und sich mit seinem Job identifiziert, empfindet die Arbeit weniger als Stressfaktor und nimmt Stress häufiger positiv wahr, zeigt die Umfrage. Jeder vierte Berufstätige, der Spaß an seinem Job hat, erreicht unter Druck seine Top-Form. Bei den Befragten, die ihre Arbeit als reinen Broterwerb sehen, trifft dies nur auf jeden Neunten zu. Die Freude am Job senkt auch das Burnout-Risiko. Es ist bei Menschen, die Spaß an ihrer Arbeit haben, nur halb so hoch wie bei Pflichtarbeitern.

Haben Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema? Wenden Sie sich an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

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Datum: Dienstag, 26. November 2013 10:30
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