Stress vermeiden und stattdessen entspannt den Burnout bekämpfen

Woran erkennt man, dass der Stresslevel zu hoch ist?

 Man hört oft: „Machen Sie sich keinen Stress!”. Einfacher gesagt als getan. Was ist, wenn man einfach so viel tun muss und die “To-do-Liste“ partout nicht kürzen kann?

Entscheidend ist selten das, was man zu tun hat, sondern wie die eigene Einstellung dazu ausfällt. Wenn man es sich zur Aufgabe macht, alles vorbildlich zu erledigen, sich keine Fehler zu leisten, möglichst noch vor dem Abgabetermin fertig zu sein und zudem Aufgaben anderer zu übernehmen, so intensiviert man den Stress.

In harten Zeiten steigt der Druck auf uns alle.

Gerade dann sind Strategien für den richtigen Umgang mit Stress entscheidend, um einen klaren Kopf zu behalten und einem Burnout vorzubeugen.

Wenn nicht mehr gelacht wird, ist das ein klares Zeichen für zu viel Druck. Selbstverständlich gibt es auch nicht ganz so offensichtliche Signale. Dazu zählt zum Beispiel, dass im Grunde niemand mehr neugierig ist, dass neue Ideen und selbst kleinste Veränderungen als lästig bis bedrohlich abgelehnt werden. Unter Stress neigen die meisten Menschen zu kurzen und unfreundlichen Antworten. Andere ziehen sich innerlich zurück und sagen gar nichts mehr.

Wird zu viel weggeduckt, sollte die Unternehmensführung schleunigst daran arbeiten, das Arbeitsklima zu verbessern. Nur in einem ruhigen und entspannten Zustand sei das Gehirn in der Lage, über neue Lösungen nachzudenken. Gerade in wirtschaftlich harten Zeiten wie heute ist es der Fall, dass der Stresslevel in vielen Unternehmen deutlich höher liegen dürfte als noch vor einigen Jahren – und zwar sowohl für die Belegschaft als auch für Unternehmer und Führungskräfte. In Krisenzeiten wiegt die Last der Verantwortung besonders schwer, es müssen mitunter unangenehme Entscheidungen getroffen, verkündet und umgesetzt werden. Die nach wie vor eher unklare Konjunkturlage erschwert das Festlegen neuer Strategien sowie mittel- und sogar kurzfristige Planungen. Von dem unermesslichen Druck, der durch wirtschaftliche Schieflagen hervorgerufen wird, ganz zu schweigen.

Ängste und Unsicherheit zählen zu den stärksten emotionalen Stressoren, den Auslösern von Stress. Transparenz und klare Kommunikation der Unternehmensleitung tragen viel dazu bei, diese Stressoren zumindest zu reduzieren.

Auch wenn viel Stress kurz- und langfristig ungünstige Auswirkungen auf unser Wohlbefinden hat: Stress ist gleichzeitig lebensnotwendig, fördert die Weiterentwicklung und spornt zu außergewöhnlichen Leistungen an. Im Bereich der mittleren Stressdosis fühlt man sich wohl und energiegeladen, Arbeit und Freizeit machen Spaß, die Herausforderungen werden gut bewältigt. Doch bei einem Zuviel an Stress agiert man planlos oder resigniert, Fehler häufen sich, die Leistung wird schlechter, man braucht immer länger, um sich zu erholen, die Anfälligkeit für Krankheiten steigt. Dann ist es höchste Zeit, Stress abzubauen.

Anstelle von Alkohol oder Beruhigungspillen empfiehlt sich Entspannung, ausreichende Ruhezeiten und nicht zuletzt Spaß: „Denn herzhaftes Lachen ist einer der besten Stresskiller.“

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Datum: Donnerstag, 17. Oktober 2013 9:31
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