Stressoren – Stressauslöser und Stressfaktoren

Der Begriff Stressoren (Stressauslöser, Stressfaktoren) beschreibt alle äußeren Belastungen oder Anforderungen, die zu einer Stressreaktion führen. Das kann ein verpasster Bus, eine Naturkatastrophe oder auch ein Autounfall sein.

Ein Leben ganz ohne Stressoren ist aber für Körper und Psyche auch nicht ideal. Ohne Stress kann es zum Abbau der Leistungsfähigkeit kommen, manchmal ist dies ab dem Renteneintritt der Fall. Der notwendige mäßige Stress wird auch als “Eustress”, guter Stress, bezeichnet. Wer jedoch dauerhaft Ängste und Sorgen oder schwelende Konflikte um Arbeitsplatz, Familie oder Gesundheit in seiner Umgebung ertragen muss, befindet sich im Dauerstress, der auf längere Zeit krank machen kann!

Die häufigsten Auslöser für Stress:

  • physikalische Umwelt:
    Reize aus der physikalischen Umwelt (wie Kälte, Hitze oder Lärm) können Stressauslöser sein.
  • der eigene Körper:
    Auch innere Reize (z.B. Schmerzen, Hunger oder Durst) können eine Quelle für Stress sein.
  • mentale Stressoren:
    Viele Stressfaktoren haben mit der individuellen Situation zu tun, insbesondere mit den jeweiligen Leistungsanforderungen, denen man ausgesetzt ist. Zu den mentalen Stressauslösern zählen daher u.a. Prüfungssituationen, Zeitdruck, Überforderungsgefühle oder das Gefühl, eine große Verantwortung zu tragen.
  • soziale Stressoren:
    Im Alltag muss man mit anderen Menschen auskommen. Zwischenmenschliche Konflikte sind bei vielen die häufigsten Stressfaktoren. Ungelöste Probleme, Konkurrenz, Trennungen und Verlusterfahrungen, aber auch Vereinsamung können zu Stress führen.

Anforderungen können also Stressauslöser sein – müssen es aber nicht. Das heißt eine Anforderung löst nicht zwangsläufig jedes Mal eine Stressreaktion aus. Zu Stressreaktionen kommt es vor allem bei Anforderungen, bei denen man nicht richtig einschätzen kann, ob man ihr gewachsen ist. Hat man dagegen den Eindruck, dass man mit der Anforderung gut zurechtkommen wird, bleibt eine Stressreaktion aus, auch wenn man sich für das Erledigen der Aufgabe unter Umständen sogar anstrengen muss.

Ob man etwas als stressig empfindet, ist individuell ganz verschieden.

Wichtig dabei ist jedoch, dass es hierbei um die ganz subjektive Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten geht. Je nachdem, wie man ganz persönlich die Situation erlebt, kann es zu dem Eindruck einer Überforderung kommen, selbst wenn andere von außen das ganz anders einschätzen würden. Das Stresserleben wird zudem umso stärker, je mehr Bedeutung es für einen persönlich hat, dass man die Anforderung bestehen kann. Eine große Abschlussprüfung wird daher mehr Stress auslösen als ein Zwischentest. Welche Bedeutung die jeweilige Anforderung für einen persönlich hat, hängt dabei mit den eigenen Motiven und Zielen zusammen. Das Bestehen einer Prüfung zum Beispiel ist zwar zum einen für die persönlichen Ziele wichtig, gleichzeitig stärkt sie im Falle des Bestehens aber auch das Selbstwertgefühl und ermöglicht einem, von anderen Anerkennung zu bekommen.

Häufig verbinden sich mit dem Gerechtwerden einer Anforderung also noch viele andere Aspekte, die für den jeweils Betroffenen wichtig sind. Hat man das Gefühl, dass einige der für einen persönlich wichtigen Ziele oder Motive durch die Anforderung ins Wanken geraten, kann dies Stress auslösen.

 

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Datum: Dienstag, 22. Oktober 2013 10:12
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