Symptome eines Burnout-Syndroms bei Kindern

Burnout ist längst keine Krankheit, die nur Erwachsene betrifft. Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO wird die Depression im Jahre 2020 die zweithäufigste Krankheit weltweit sein und die häufigste in den sogenannten Entwicklungsländern. Doch trotz ihrer weiten Verbreitung gehört sie immer noch zu den am meisten unterschätzten Erkrankungen. Besonders besorgniserregend an der Statistik ist, dass die Patienten immer jünger werden.

Immer mehr Kinder leiden an Depressionen

Fakt ist: Die Zahl der Depressionen bei Kindern wächst. Schulpsychologische Dienste beobachten, dass genau dieses Krankheitsbild in den vergangenen neun Jahren immer häufiger bei Schülern zu beobachten ist.
Das Problem: Oft wird erst sehr spät erkannt, dass die Kinder Burnout haben oder an Depressionen leiden.

Die Symptome

Individuelle Verhaltensweisen

  • oftmals Lustlosigkeit
  • erhöhte Aggressivität
  • ständige Müdigkeit

Verhaltensweisen im Alltag

  • Abwesenheit in der Schule
  • längere Pausen
  • ausgeprägtes Einzelgänger-Verhalten

Physische Anzeichen

  • Formen von Selbstzerstörung
  • Magersucht

Die Ursachen

Die Ursachen dieser frühen Depression liegen zum einen an dem gesellschaftlichen Umbruch in dem wir uns zur Zeit befinden. Schwindende Zukunftsperspektiven, drohende Arbeitslosigkeit, und die allgemeine Sprachlosigkeit in den Familien, all diese Probleme vermitteln Kindern das Gefühl nicht erwünscht zu sein. Isolation von der Außenwelt und Demotivation sind Folgen und können Anfänge von Burnout bei Kindern sein, die schon im frühen Alter auftreten können. Hinzu kommen häufig noch der schulische Stress und der damit verbundene Druck für gute Schulnoten, der immer mehr zunimmt und Kindern und auch Jugendlichen mit dem Burnout Syndrom belastet. Eine der häufigsten Ursachen vor allem bei Kindern, die an einem Burnout Syndrom leiden, kommt durch Mobbing; beispielsweise im Schulalltag. Mobbing und damit Burnout bei Kindern kann durch verschiedene Faktoren auftreten wie zum Beispiel von Schülern oder Lehrern schikaniert, bloßgestellt, belästigt oder auch ausgeschlossen zu werden. Die Verantwortlichkeit liegt jedoch in den meisten Fällen nicht nur bei den Schulen, auch Eltern tragen gewisse Verantwortung und Schuld.

Kinder werden sehr oft auch in ihren Freizeitaktivitäten eingeschränkt. Ihre Freizeit wird dann komplett verplant, sei es durch den Besuch von Vereinen oder auch durch vielleicht zu ehrgeizige Eltern, welche den Kindern alles abverlangen möchten. Aufgrund dieser hohen Erwartungen steigt die Gefahr eines Burnouts. Weitere Anzeichen sind noch Passivität sowie Aggressivität. Diese Symptome eines Burnout sollten von Eltern und auch Lehrern als ein Warnzeichen aufgenommen werden. Diese Kinder brauchen dann professionelle Hilfe. Burnout bei Kindern rechtzeitig zu erkennen ist besonders wichtig, um Schaden bei der Entwicklung des Kindes abzuwenden und eine gesunde Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Haben sie noch Fragen zu diesem Thema? Wenden Sie sich an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

Autor:
Datum: Donnerstag, 30. Januar 2014 10:30
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Burnout-Syndrom

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben