Tipps für Angehörige von Burnout-Betroffenen

Nehmen wir an, ein Familienmitglied von Ihnen leidet an Burnout. Was können Sie tun?

Burnout ist eine Krankheit, die nicht nur für den Betroffenen selbst belastend ist, auch die Burnout Angehörigen leiden in der Regel unter diesem Zustand. Denn die Situation erfordert viel Einfühlungsvermögen und Geduld, oft über einen langen Zeitraum. Das kann Familienmitglieder überfordern – Hilflosigkeit, Trauer, Wut oder Angst können sich breit machen. Wenn schon die Betroffenen häufig erst in der letzten, kritischen Burnout Phase feststellen, dass Sie darunter leiden, werden auch Angehörige von Burnout Betroffenen die Signale und Verhaltensänderungen nicht verstehen und auch die Ursache dafür voerets nicht nachvollziehen können.

Für Angehörige, Freunde und Familienmitglieder ist es nicht leicht, wenn ein Mensch, dem man nahe steht, depressiv wird oder an dem Burn Out Syndrom erkrankt. Oftmals kommen die Angehörigen wegen der Überforderung selbst zu tiefgehenden Problemen.

Die Hilfe, die man der Person anbietet und die Sorge um die Person werden abgelehnt, man erreicht die Person, um die man sich so sorgt nicht mehr. Vorwürfe an die eigene Hilfslosigkeit und den wachsenden Unmut lassen auch die Angehörigen ordentlich mitleiden.

Wenn Sie sich Sorgen um Ihren Partner / Angehörigen machen und glauben Anzeichen für eine depressive Verstimmung oder das Burn Out Syndrom erkannt zu haben, können Sie die Zeit der Krankheit mit einigen Tipps selbst gut überstehen und auch Ihrem Partner / Angehörigem massiv erleichtern:

  • Achten Sie unbedingt auf ihre eigenen Bedürfnisse
  • Sensibilisieren Sie sich, um bei Ihnen selbst Erschöpfungssymptome zu erkennen
  • Erwarten Sie von Ihrem Partner nur kleine Schritte, zwingen Sie ihn nicht
  • Die Eigenständigkeit des Partners sollte auch während der Krankheit respektiert werden

Die Angehörigen von Burn Out Syndrom Patienten befinden sich in einer Sackgasse, aus der sie scheinbar keinen Ausweg finden können. Der Verstand sagt, dass der Betroffene mehr Verständnis braucht, immerhin ist es eine Krankheit. Diese Situation aus Vernunft lässt sich in den seltensten Fällen mit den vorhanden Gefühlen vereinbaren, da die Betroffenen sehr zurückweisend sind.

Die Angehörigen erleben die ganze Gefühlswelt aus Hilfslosigkeit, Stress, Überforderung, Angst, Ungeduld, Unmut, Hass, Liebe, Erschöpfung und Mitleid. Die Konstellation aus Nähe und Distanz ist meist die Basis für weitgehende Auseinandersetzungen und eine Spirale, die sich immer weiter aufschaukelt.

Auch für Angehörige von Burn Out Syndrom Patienten gibt es Hilfen, die den richtigen Umgang mit kranken Angehörigen lehren – wenden Sie sich an die Gesundheitsakademie Schmidbauer.

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Datum: Dienstag, 19. November 2013 10:53
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