Was Sie gegen Stressauslöser tun können – Teil 1

Immer mehr arbeiten, immer mehr Stress haben. Wir Menschen sollen nur noch funktionieren und das möglichst perfekt und rund um die Uhr.Eine neue Volkskrankheit hält Einzug in den Büros: Burnout. Bereits jeder fünfte Deutsche zeigt inzwischen Anzeichen für einen sich anbahnenden Dauer-„knockout“ und Stresssymptome.*

Welches einige der größten Stressfaktoren sind und was Sie dagegen tun können, lesen Sie hier.

1.) Stressor Dauerstress
Wer unter Dauerstress leidet, befindet sich in einem Teufelskreis: Dabei verlernt der Körper das Entspannen, der Dauerstress selbst führt dann zu noch mehr Stress.
Belastung und Stress nicht unbedingt ungesund: der beispielsweise bei Gefahr ausgelöste Stress führt dazu, dass innerhalb weniger Sekunden alle Leistungsreserven mobilisiert werden. Der Körper gibt große Mengen von Adrenalin und Kortisol frei. Alles fixiert sich auf ein Ziel. Ist das erreicht, ebbt der Hormonspiegel automatisch ab.

Im Berufsalltag passiert das in der Regel nur nicht schnell genug, weil man dort unter dauernder Anspannung steht. Darauf kann der Körper reagieren mit Magen-Darm-Störungen, Bluthochdruck bis hin zu Depressionen oder Burnout.

Die Gegenstrategie:

1. Den Organismus darauf trainieren, mit Belastungen fertig zu werden:
mit einer ausgewogenen, gesunden Ernährung: dreimal täglich frisches Obst oder Nüsse und Mandeln essen hält die Gehirnleistung aufrecht: die Denkleistung steigt! Vitamine stärken das Immusystem und Magnesium erhöht Konzentration
Kurzfristige Energiespender, wie Schokolade oder fettes Essen meiden.

2. Regelmäßiger sportlicher Ausgleich. Beim Sport wird unter anderem das Stresshormon Adrenalin abgebaut. Außerdem wird der Körper leistungsfähiger und resistenter gegenüber Stressoren. Der Sport sollte mit wenig Kraftaufwand betrieben werden und eher der Steigerung der Ausdauer dienlich sein, so zum Beispiel joggen, radfahren, schwimmen, nordik-walken.

3. Ausreichend und regelmäßig schlafen. Schlafforscher sagen, dass die meisten Menschen siebeneinhalb Stunden Schlaf pro Nacht benötigen. Der Organismus entspannt sich im Schlaf. Dieser sich abwechselnde Rhythmus von An- und Entspannung steigert Leistung.

2.) Stressor Überforderung
Die Gruppe der 35- bis 45-jährigen ist besonders betroffen. Menschen mit Personalverantwortung müssen mit steigenden Anforderungen genauso zurechtkommen wie mit global verstreuten Teams, mit wechselnden Zuständigkeiten, schnellen Entscheidungen und internationaler Konkurrenz.
Gleichzeitig gründen viele in dieser Lebensphase eine Familie oder kaufen ein Haus. Es kommt zu unzähligen Konflikten zwischen beruflicher Anpassungsfähigkeit, steigender Zukunftsangst und privater Planung – das Gefühl der Überforderung wächst zusehends.

Die Gegenmaßnahme:
Sozial Puffer, regelmäßige Auszeiten und mentale Präsenz. Den Druck kann man nur herausnehmen, wenn man sich auf seine aktuelle Aufgabe konzentriert. Regelmäßige Pausen helfen, neue Kraft zu tanken. Ein ausgefülltes Privatleben mit intakter Familie und netten Freunden sorgt für eine bessere Lebensbalance.

3.) Stressor mangelnde Abgrenzung
Berufs- und Privatleben verschmelzen immer mehr miteinander. Berufstätige, besonders solche, in entsprechend verantwortungsvollen Positionen, sind rund um die Uhr erreichbar, das Abschalten vom Beruflichen fällt immer schwerer. Dazu kommen in Zeiten der Globalisierung die geforderte Mobilität und damit verbundene Reisen. Wer die Zeit dort optimal nutzen will, reist bereits am Sonntag an oder kommt er Samstag zurück. Damit wird die ohnehin eingeschränkte Freizeit noch mehr beschnitten.

Die Gegenmaßnahme:
Lernen Sie, sich selbst Grenzen zu setzen und an manchen Stellen einfach mal “Nein” zu sagen. Auch wenn man Verständnis für die Bedürfnisse der anderen hat, muss man seine Zuständigkeiten abwägen und für die Erfüllung seiner eigenen sorgen – wer sollte es sonst tun, wenn nicht wir selbst!

* Quelle: nach Angaben des Wirtschaftsmagazin “WirtschaftsWoche”

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autor:
Datum: Donnerstag, 29. August 2013 9:15
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Burnout-Syndrom

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben